com.pas ist Mitglied im Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technik

Suche

Elektronische Rechnungen

Das Seminar "Elektronische Rechnungen" fand am 10. März 2011 im Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft statt. Im ersten Teil von Herrn Jens Beyer von der a.con Steuerberatungsgesellschaft mbH wurden die Vorteile Elektronischer Rechnungslegung und die damit verbundenen rechtlichen Pflichten (GDPdU) sehr bildhaft erläutert.
Die Kosten der Hard- und Software für das ordnungsgemäße Dokumentieren (gemäß GDPdU) der e-Rechnungen liegen bei ca. 2.000 bis 3.000 Euro. D.h. bei geschätzten Kosten der Erstellung einer normalen Rechnung (Porto und Verwaltung) von ca. 2 Euro, ist der Einsatz der Elektronischen Rechnungen erst beim Versand von mehr als 1.000 Rechnungen sinnvoll. Häufig wenden also eher größere Unternehmen, aber auch Online-Shop-Betreiber diese Techniken an.
 
Auch der Erhalt von elektronischen Rechnungen ist für den Vorsteuerabzug problematisch, sofern kein System der elektronischen Archivierung von E-Mails vorgeschaltet ist und keine qualifizierte Elektronische Signatur enthalten ist. Diese Maßnahmen garantieren die Nachweisbarkeit, dass die E-Mails zweifelsfrei vom Leistungserbringer stammen und nicht nachträglich manipuliert wurden.  Rechnungen als PDF per E-Mail zu bekommen und auszudrucken ist Urkundenfälschung! Aus steuerlicher Sicht und aus Sicht des Steuerprüfers ist es für kleinere und mittlere Unternehmen besser, auf eine Papierrechnung oder auf Faxzusendung zu bestehen.
 
Herr Kahle von PC-Fabrik GmbH Dresden zeigte im zweiten Teil des Seminars, wie die elektronische Signatur z.B. in PDF/A-Dokumenten überprüft werden kann. Erste Anhaltspunkte liefert der Acrobat Reader selbst, aber auch Prüfsoftware (wie der kostenlose digiSeal-Reader) oder der Prüfbericht von apsec können elektronische Signaturen überprüfen.
Bei eigener elektronischer Rechnungslegung übernimmt häufig ein Zertifizierungs-Dienstleister die Verschlüsselung mit der qualifizierten elektronischen Signatur. Der Empfänger entschlüsselt mit einem öffentlichen Schlüssel und prüft über sogenannte Hashwerte den Urheber und die Unverfälschtheit des Dokuments.

Zusatzinformationen:

Referenten gesucht