"Social Media findet mit oder ohne Ihnen statt. Sie sollten Einfluß nehmen."
Social Media wird mehr und mehr im privaten Umfeld eingesetzt, doch viele Unternehmen wissen nicht, wie sie darin partizipieren können. Im Seminar am 19. Mai wurde bei com.pas Dresden die Vielfalt des Social Media vorgestellt.
Agenda:
- Begrüßung
- Vorstellung des Netzwerkes Elektronischer Geschäftsverkehr
- Was ist Social Media und Wie kann ich es im Unternehmen einsetzen? (PDF, 1,7 MB), André Rößler, com.pas Dresden
- Social Media Marketing (mit Facebook) (PDF, 1,8 MB), Anja Matthes und Alexander Krusche, Deutscher Tele Markt GmbH
- Recruiting 2.0 – Nutzung von Social Media (PDF, 3,2 MB), Dr. Jörg Klukas, pludoni GmbH
Social Media ist für viele Unternehmen nur Facebook, Twitter und Xing. Dabei sind diese sozialen Netzwerke "nur" prominente Beispiele einer Vielzahl von Plattformen für den digitalen Austausch (in Form von Kommunikation, Interaktion und Kollaboration).
Unternehmen benötigen eine Social Media Strategie, um die Ziele, Plattformauswahl, Verantwortlichkeit und das Budget im Projekt zu koordinieren. Damit können sie mit recht geringem Aufwand Kompetenzen darstellen und Kontakte knüpfen und auf eine virale Verbreitung hoffen. Der stetige Kundenaustausch z.B. über Soziale Netzwerke, Blogs und Fachforen benötigt mehr Aufwand und beim Unterhalt einer Community (z.B. bei Facebook) eine ständigen Pflege.
Ein Viertel der (noch überwiegend jungen) Deutschen kommunizieren beinahe täglich über Facebook. Mit einer sogenannten offiziellen Fanpage eines Unternehmens versuchen Unternehmen die steigenden Nutzerzahlen als Kunden zu gewinnen und zu binden.
Einige Negativbeispiele zeigen, dass die Kommunikation nicht immer vorhersehbar ist. Gerade kritische Meinungen sollen zeitnah und besonnen beantwortet werden, um keinen Image-Schaden wie bei Nestle davon zu tragen. Eine stetige Kundenkommunikation (ca. 1 Aktion pro Woche) sowie eine kritische Masse von ca. 100 (möglichst aktiven) Fans ist für eine "lebendige" Fanpage notwendig. Das Kommunikationsverhalten sollte in der Social Media Strategie verankert sein.
Privatpersonen aktiv an Produktverbesserungen (z.B. Designvorschläge, Wahl eines neuen Produktnamens) zu beteiligen, nennt man Crowdsourcing und kombiniert dies meist mit Preisen oder Auszeichnungen. Zusammen mit Werbeanzeigen auf Facebook können auf diese Weise neue Fans auf die Seite gelotst werden.
Social Media Monitoring ist nicht nur wichtig, um die Zielerreichung von Social Media Strategien zu messen, sondern dient der Überwachung des eigenen Images im Internet. Sie sollten wissen, wie über Ihr Unternehmen im Social Media gesprochen wird! Ihre Webseiteninhalte, Bilder, Videos, Posts in Xing-Gruppen, Blogs und Foren bilden Ihr Unternehmen als "Marke" ab und Ihr Ziel sollte es sein, diese Marke für Bewerber positiv darzustellen (Employer Branding).
Bewerber als auch Personalleiter nutzen Recherchen im Internet und verstärkt auch auf Social Media Plattformen zum gegenseitigen "Kennenlernen". Bewertungen wie z.B. durch Mitarbeiter auf Kununu geben einen Einblick in Ihre Unternehmenskultur. Zudem können diese Plattformen zusätzlichen Verkehr auf Ihre Webseite lenken.
Größere Unternehmen wie Lufthansa pflegen einen direkten und öffentlichen Austausch auf Facebook z.B. zu Einzelheiten von Traineeprogrammen.
Mit RSS-Feeds lassen sich automatisch Einträge bei den wesentlichen Jobbörsen anlegen, sobald Sie Ihre Stellenanzeige auf Ihrer Webseite veröffentlichen.
In den Feedbackbögen zur Veranstaltung war zu entnehmen, dass einige Teilnehmer noch mehr Praxisbeispiele und mehr Detailinformationen gewünscht hätten. Bei dieser einleitenden Veranstaltung und der Kürze der Zeit lag der Fokus bei der Übersicht über die Social Media Plattformen. Wir würden jedoch gern Ihre Fragestellungen bei der Planung vertiefender Social Media Seminare berücksichtigen. Dazu können Sie mir gern eine Kontaktanfrage senden.
Weitere Informationen:
- Vorträge (siehe Agenda oben)
- Überblick über Potentiale einiger Social Media Plattformen - Social Landscape (englisch)
- NEG Leitfaden Social Media (PDF, 13,7 MB)

